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Was ein Hausanschluss wirklich kostet – und warum die Rechnung zweimal kommt

Tiefbau und Baukostenzuschuss sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Wer nur eine Zahl im Kopf hat, plant regelmäßig um mehrere tausend Euro daneben.

Fast jeder Bauherr, der bei uns anruft, hat eine Zahl im Kopf. Meistens stammt sie aus einem Forum, manchmal vom Nachbarn, gelegentlich vom Bauträger. Und fast immer meint sie nur die Hälfte der Wahrheit.

Denn ein Hausanschluss besteht aus zwei völlig getrennten Rechnungen: dem, was der Tiefbauer für den Graben nimmt, und dem, was der Netzbetreiber für den Anschluss an sein Netz verlangt. Wer nur eine der beiden kennt, wird überrascht.

Die erste Rechnung: der Tiefbau

Das ist unser Teil. Wir graben von der Übergabestelle an der Straße bis zur Hauseinführung, legen ein Sandbett, ziehen Leerrohre ein, setzen die Kernbohrung durch Wand oder Bodenplatte und stellen anschließend Gehweg und Fahrbahn wieder her.

Bei üblicher Entfernung zur Straße – zehn bis zwanzig Meter – liegt dieser Anteil im Raum Koblenz meist zwischen 2.500 und 6.500 Euro. Die Spanne kommt aus vier Dingen:

  • Länge des Grabens. Jeder Meter kostet, und Grundstücke mit langer Zufahrt sind hier deutlich teurer.
  • Oberfläche. Ein Graben durch Rasen ist billiger als einer durch Pflaster, und Pflaster ist billiger als Asphalt mit Aufbruchgenehmigung und Verkehrssicherung.
  • Bodenklasse. Fels im Mittelrheintal ist keine Seltenheit und wird als eigene Position abgerechnet.
  • Anzahl der Sparten. Fünf Sparten in einem Graben sind kaum teurer als drei. Fünf Sparten in fünf Gräben kosten das Dreifache.

Die zweite Rechnung: der Baukostenzuschuss

Diese Rechnung stellt Ihnen der Versorger, nicht wir. Sie deckt den Anschluss an das öffentliche Netz ab, also alles bis zur Grundstücksgrenze, plus Zähler und Hausanschlusskasten.

Je Sparte liegen die Beträge im Raum Koblenz häufig zwischen 1.500 und 3.500 Euro. Bei Strom, Wasser, Gas, Abwasser und Glasfaser summiert sich das schnell auf einen fünfstelligen Betrag – unabhängig davon, was der Graben kostet.

Diese Zahlen stehen in den Preisblättern der Netzbetreiber und sind nicht verhandelbar. Was sich beeinflussen lässt, ist der Zeitpunkt: Wer alle Sparten gemeinsam beantragt, spart in der Regel Grundgebühren und vor allem Wartezeit.

Der Fehler, der am meisten kostet

Nicht der Preis. Der Termin.

Die Netzbetreiber im Raum Koblenz nennen für die Bearbeitung eines Anschlussantrags üblicherweise sechs bis zwölf Wochen, bei Glasfaser teils erheblich länger. Wer den Antrag stellt, wenn der Rohbau schon steht, wartet – und wartet mit einer Baustelle, auf der niemand arbeiten kann, weil Wasser und Strom fehlen.

Beantragen Sie die Anschlüsse, sobald die Baugenehmigung vorliegt. Nicht später. Der Antrag kostet nichts und bindet Sie zu nichts.

Was Sie konkret vorbereiten sollten

Wenn Sie uns anfragen, helfen fünf Angaben, damit die erste Einschätzung belastbar wird:

  1. Entfernung von der Straße bis zur geplanten Hauseinführung, grob in Metern.
  2. Welche Sparten gebraucht werden.
  3. Was über dem künftigen Graben liegt: Rasen, Pflaster, Asphalt.
  4. Ob ein Baugrundgutachten vorliegt – wegen Fels und Grundwasser.
  5. Ob die Anschlüsse bereits beantragt sind, und wann.

Mehr braucht es für ein erstes Gespräch nicht. Alles Weitere klären wir beim Ortstermin, der Sie nichts kostet.

Lohnt sich eine Mehrspartenhauseinführung?

Bei einem Neubau fast immer. Sie kostet mehr als einzelne Futterrohre, spart aber je Sparte eine Kernbohrung und ist dauerhaft dicht gegen drückendes Wasser. Bei einem Bestandsgebäude, in dem bereits Durchführungen vorhanden sind, rechnet sie sich seltener – dort ist die Nachrüstung oft aufwendiger als der Nutzen.

Was Sie in jedem Fall vermeiden sollten, ist die improvisierte Lösung mit ausgeschäumtem Mauerdurchbruch. Sie hält, bis das erste Mal drückendes Wasser ansteht, und dann ist die Reparatur teurer als die ordentliche Ausführung gewesen wäre.

Nächster Schritt

Erzählen Sie uns von Ihrem Vorhaben

Ein Ortstermin kostet Sie nichts und uns eine Stunde. Danach wissen Sie, was machbar ist, was es ungefähr kostet und wann wir anfangen können.

  • Ortstermin innerhalb von 10 Werktagen
  • Angebot als Leistungsverzeichnis, Position für Position
  • Feste Bauleitung, ein Ansprechpartner bis zur Abnahme
  • Eigene Kolonnen und eigener Gerätepark